Gewerblich-technischer Qualifizierungsbedarf durch mehrere aktualisierte Berufsprofile befriedigen

Eine Studie des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie (vbm), die von der Universität Bremen durchgeführt wurde, untersucht die Veränderungen von Kompetenzanforderungen in der Metall- und Elektroindustrie für gewerblich-technische Mitarbeiter auf Shop-Floor-Ebene und der mittleren Beschäftigungsebene aufgrund von Industrie 4.0. Sie konkretisiert Veränderungsnotwendigkeiten in den M+E-Berufen.

Kompetenz bzw. Bildung ist mehr Beherrschung operativer Prozesse

Neben dem Missverständnis, dass Prozesse mit Routinen gleichzusetzen sind, gibt es das Missverständnis, Prozessorientierung auf die Beherrschung von operativen Prozessen zu begrenzen. Der Wirtschaftspädagoge Tramm hat mit Bezug auf kaufmännische Sachbearbeitung mehrfach herausgearbeitet, dass es in Curricula um mehr gehen muss. Der strategische und der normative Horizont kaufmännischer Sachbearbeitung darf nicht übersehen werden. Systemverständnis und systemisches Denken sind prozessübergreifend zu berücksichtigen.

Prozesse sind nicht Routinen, sondern verlangen Empowerment

In der Diskussion um Prozessorientierung – gerade als curriculares Prinzip – fällt mir auf, dass immer mal wieder Prozesse und Routinen verwechselt werden. Dieses Verständnis steht in der Gefahr, dass Kompetenz dann im Sinne von ‚Routinen beherrschen‘ gesehen wird.