Industrie 4.0 – Berufsbildung 4.0

Industrie 4.0 – Berufsbildung 4.0

„Berufsbildung 4.0“ – das Thema dieses Blogs – kennzeichnet die Änderungen in der Berufsbildung aufgrund der Entwicklung zu „Industrie 4.0“. Industrie 4.0″ oder auch „Wirtschaft 4.0“ gekennzeichnet eine tiefgreifende Digitalisierung der Wirtschaft und deren Konsequenzen. Die Plattform Industrie 4.0 definiert den Begriff wie folgt:

„Der Begriff Industrie 4.0 steht für die vierte industrielle Revolution, einer neuen Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette über den Lebenszyklus von Produkten. Dieser Zyklus orientiert sich an den zunehmend individualisierten Kundenwünschen und erstreckt sich von der Idee, dem Auftrag über die Entwicklung und Fertigung, die Auslieferung eines Produkts an den Endkunden bis hin zum Recycling, einschließlich der damit verbundenen Dienstleistungen.

Basis ist die Verfügbarkeit aller relevanten Informationen in Echtzeit durch Vernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Instanzen sowie die Fähigkeit, aus den Daten den zu jedem Zeitpunkt optimalen Wertschöpfungsfluss abzuleiten. Durch die Verbindung von Menschen, Objekten und Systemen entstehen dynamische, echtzeitoptimierte und selbst organisierende, unternehmensübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke, die sich nach unterschiedlichen Kriterien wie beispielsweise Kosten, Verfügbarkeit und Ressourcenverbrauch optimieren lassen“ (BITKOM, VDMA & ZVEI, 2015, S. 8).

Dieser Blog bietet Ihnen Möglichkeiten, sich in das Thema „Industrie 4.0“ einführen zu lassen.

Der Wissenschaftliche Beirat der Plattform Industrie 4.0 hat zur Hannovermesse 2014 Thesen zu neuen Chancen für die Produktion vorgelegt. In dem Kapitel „Mensch“ betont der Beirat.

  • „Vielfältige Möglichkeiten für eine humanorientierte Gestaltung der Arbeitsorganisation werden entstehen, auch im Sinne von Selbstorganisation und Autonomie. Insbesondere eröffnen sich Chancen für eine alterns- und altersgerechte Arbeitsgestaltung.
  • Industrie 4.0 als soziotechnisches System bietet die Chance, das Aufgabenspektrum der Mitarbeiter zu erweitern, ihre Qualifikationen und Handlungsspielräume zu erhöhen und ihren Zugang zu Wissen deutlich zu verbessern.
  • Lernförderliche Arbeitsmittel (Learnstruments) und kommunizierbare Arbeitsformen (Community of Practice) erhöhen die Lehr- und Lernproduktivität, neue Ausbildungsinhalte mit einem zunehmend hohen Anteil an IT-Kompetenzen entstehen.
  • Lernzeuge – gebrauchstaugliche, lernförderliche Artefakte – vermitteln dem Nutzer ihre Funktionalität automatisch“ (Wissenschaftlicher Beirat Industrie 4.0, 2014, S. 4).

Dieser Blog knüpft daran an und reflektiert die Kompetenz(anforderung)en für und in Industrie 4.0 und das Lernen für und in Industrie 4.0.

Quellen: BITKOM e.V.; VDMA e.V.; ZVEI e.V. (Hg.) (2015): Umsetzungsstrategie Industrie 4.0. Ergebnisbericht der Plattform Industrie 4.0, Wissenschaftlicher Beirat Industrie 4.0 (Hrsg.). (2014): Neue Chancen für unsere Produktion. 17 Thesen des Wissenschaftlichen Beirats der Plattform Industrie 4.0. Verfügbar unter www.acatec.de [Bild: DFKI (2011), frei verwendbar, Siemens AG]