Mensch und Maschine: Das Beispiel Schach

Anlässlich der Schachweltmeisterschaft veröffentlicht das Handelsblatt einen Report wie künstliche Intelligenz und Schachcomputer das Schachspielen verändern.

Im Handelsblatt vom Wochenende findet sich ein spannender Report über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf das Schachspielen. Das Handelsblatt lanciert den Beitrag anlässlich der Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Sergej Karjakin in New York. Schachcomputer werden immer leistungsfähiger – obwohl auch die leistungsfähigsten Rechner nur acht bis zehn Züge im Voraus schaffen. Der Report zeigt, dass Schachcomputer nicht den Schach vernichten, sondern verändern. So sei der Spieler Magnus Carlsen ohne Schachcomputer kaum zu denken. Die Schachlegende Garri Kasparow wird zitiert: „Mit Software haben die jungen Leute jederzeit einen Top-Gegner, brauchen nicht mehr so sehr einen professionellen Trainer“.

Der Schachcomputer verändere die Spielweise. Früher sind Spieler leichter charakterisierbar gewesen und hätten klare Spielstile, wie Angriffsspieler oder Suchen nach Positionsvorteilen. Eröffnungszüge wurden auswendig gelernt und führten zu schematischen – und oft langweiligen – Spielen. Heute ist das Schachspiel wechselhafter wie sich bei Carlsen zeigt. Er spielt wechselhaft, mal schnell Figuren opfernd, mal kleinste Vorteile suchend. Künstliche Intelligenz unterstützt die Ausbildung, führt zu einer wilderen, originelleren, abwechslungsreicheren Performanz. Eine interessante Perspektive – vielleicht ja auch für die Berufsbildung.

Quelle: Jahn, T. (2016): Mensch und Maschine. In: Handelsblatt. 2016, Nr. 224. Wochenende 18.-20. November, S. 74-75. [Bild: Nachrichten_Muc. CC0 Public Domain]

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte bleiben Sie höflich. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.