Nationaler IT-Gipfel in Saarbrücken: 2. Tag

Der zweite Tag des nationalen IT-Gipfels mit dem Schwerpunkt digitale Bildung ist im Gegensatz zum ersten Tag, der vor allem durch kleinere, parallele Podien bestimmt war, durch wenige große Vorträge und Podien bestimmt.

Die regionale Gastgeberin des Gipfels, die Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, begrüßt die Teilnehmenden im Saarland. Das Saarland bewältige seit Jahrzehnten einen wirtschaftlichen Strukturwandel, bei dem IT eine wichtige Rolle spiele.

Der Schirmherr des Gipfels, der Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel, erläutert in der Begrüßung, dass sich die Gesellschaft verändert habe und sich daher auch der Gipfel verändern müsse. Die zentralen Themen sind breiter angelegt worden. Der Name „IT-Gipfel“ sei eigentlich überholt, denn Digitalisierung sei eben mehr als IT. Überwachung der Bürgerinnen und Bürger, Verteilung der Früchte der Digitalisierung, Teilhabe oder Demokratisierung sind keine Fragen technischer Gestaltung, sondern Gegenstand eines gesellschaftlichen Diskurses.

Die Voraussetzung für Innovation und Integration von Innovationen in Produktionsprozesse sind – so Gabriel – Qualifizierung und Bildung. Auch im digitalen Zeitalter greife das Ideal der Aufklärung nach Selbstbestimmung bzw. Emanzipation. Kompetenzerwerb greife – so Gabriel – zu kurz. Es gehe vielmehr um „Kompetenz und Orientierung“. Orientierung in einer veränderten Welt. Sich zurecht zu finden und die Chancen zu nutzen.

Dann rechtfertigt Gabriel den Bildungspakt. Es brauche exzellente Infrastruktur ebenso wie Mittel für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften. Der erste Teil kommt ja vom Bund, der zweite Teil soll – so jedenfalls die Vorstellungen des Bundes – von den Ländern kommen. Gabriel plädiert auch für Matching Funds, die die Unternehmen mit in die Finanzierung dieser Herausforderungen einbeziehen.

Es schließt sich das Forum „Digitalisierung der Wirtschaft voranbringen – Gigabit-Gesellschaft verwirklichen – Plattformen Digitale Netze und Mobilität, Innovative Digitalisierung der Wirtschaft, Industrie 4.0“ an, d. h. der Gipfel betont zunächst den wirtschaftlichen Aspekt der Digitalisierung. Auf dem Podium sitzen – bzw. besser: stehen – Sigmar Gabriel (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Alexander Dobrindt (Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur), Timotheus Höttges (Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG), Siegfried Russwurm (CTO, Mitglied des Vorstands Siemens AG), Jörg Hofmann (Erster Vorsitzender IG Metall), Susanne Klatten (Aufsichtsratsvorsitzende der UnternehmerTUM GmbH) sowie Raffaela Rein (Gründerin und Geschäftsführerin CareerFoundry).

Das Podium startet mit Fragen zum aktuellen Netzausbau. Dobrindt erläutert, dass es immer noch Nachholbedarf beim Ausbau der digitalen Infrastruktur gebe, aber die Dynamik in Folge Netzallianz digitales Deutschland europaweit einmalig sei. Gemäß Höttges sei die Telekom der „Ackergaul des Ausbaus“, also hauptverantwortlich für den Ausbau des Glasfasernetzes. Es müsse weiter investiert werden und zwar in hoher Intensität – das verlange aber eine Änderung der Rahmenbedingungen.

Dobrindt wird gefragt, ob Deutschland auch im Bereich der E-Mobilität gut aufgestellt sei. Er erläutert, dass niemand sagen könne, wo die Entwicklung in 10 Jahren stehe. Er erwähnt die Teststrecke auf der A9 und die Einrichtung einer Ethikkommission zum automatisierten Fahren, die die Lösung der rechtlichen Fragen schnell vorbereiten soll.

Wie sieht es mit dem neuen Mobilfunknetz, dem 5G, aus? 5G sei – so Höttges – eine völlig neue Technologie – nicht einfach nur schneller als 4G. 5G sei die Grundlage für das industrielle Netz. 5G erlaube verschiedene Dienste, zum Beispiel solche mit hoher oder niedriger Latenz oder mit niedrigen oder hohem Sicherheitsstandards. Etwa zwei Drittel des Internets werde vermutlich in Zukunft über mobile Netzwerke laufen.

Welches Umfeld – welche digitalen Ökosysteme – braucht es dafür? Russwurm antwortet: Ein innovationsfreundliches Umfeld, eine angemessene Regulierung, auch im europäischen Raum, digitale Bildung, Forschungskapazitäten – denn vieles sei noch nicht geklärt, sowie – das wichtigste nach Russwurm – Mut.

„Industrie 4.0“ sei in der Praxis angekommen, wenn auch nicht flächendeckend. Dies sei auch an der Industrie-4.0-Landkarte zu sehen. Gabriel lobt die Plattform Industrie 4.0. Ein richtiger Weg sei die Einrichtung von Kompetenzzentren für den Mittelstand für Industrie 4.0.

Bei jedem Besuch eines ausländischen Gastes komme die Frage, ob eine Kooperation im Rahmen von Industrie 4.0 sei. Allerdings werde das oft missverstanden. „Industrie 4.0“ stehe nicht für ein staatliches Förderprogramm alter Industriepolitik. Im Vordergrund stehe der Vernetzungsgedanken.

Für die IG Metall erläutert Jörg Hofmann, erster Vorsitzender der IG Metall, dass ohne Mitarbeitende die digitale Transformation überhaupt nicht funktionieren könne. In der öffentlichen Diskussion werde viel Angst geschürt. Notwendig wäre jedoch eine Diskussion um die Zukunft der Arbeit. In dieser Zukunft müsse der Arbeitsplatz auch zum Lernort werden. Lernaufgaben müssten ebenso wie die Arbeitsaufgaben integriert werden. Menschen müssten – individuell – „mitgenommen“ werden. Individuelle bzw. individualisierte Personalentwicklung sei gefragt – nicht „Massenprogramme“.

Nach Wanka lassen sich die amerikanischen Studien zur Beschäftigungsentwicklung in Folge der Digitalisierung nicht übertragen. Nicht die Jobs würden wegfallen, sondern sich die Tätigkeitsprofile verändern.

Raffaela Rein, Gründerin und Geschäftsführerin CareerFoundry, betont die Rolle der Nutzererfahrung für digitale Umbrüche. Es sei notwendig, Curricula zweimal im Jahr umzuschreiben. Gabriel widerspricht. Berufsbildung sei – er führt die Neuordnung der Metall- und Elektroberufe als Beispiel an – berufsfeldbreit auszubilden. Deutsche Berufsbildung sei eben kein Training-on-the-job, keine schmale Qualifikation auf einen engen Job. Die Transferfähigkeit bzw. die Adaptionsfähigkeit bzw. das Lernen des Lernens im digitalen Zeitalter sei dazu weiter auszubilden. Wanka springt ihm bei. Die Argumentation gefällt mir – auch im Kontext der später thematisierten Flexibilität der Ordnungsunterlagen – gut.

Als nächstes folgt der CEO-Talk. Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG, spricht mit Sundar Pichai, dem CEO Google Inc. Sundar Pichai findet es klasse, dass auf dem Gipfel Politik, Wirtschaft und Wissenschaft so eng zusammenkommen. Beide berichten über ihre ersten persönlichen Erfahrungen mit Digitalisierung. Pichai von seinem ersten Telefon. Höttges berichtet über StarTrek: „Science Fiction is turing into action”. Maschinenlernen habe in den letzten Jahren eine sehr hohe Entwicklungsgeschwindigkeit entwickelt. Höttges erläutert, dass aber noch wenige Unternehmen das wirklich nutzen. Dafür gebe es inzwischen „keine Entschuldigung“ mehr. Pichai betont nochmals die Rolle der digitalen Bildung für die Transformation. Er verweist auch auf die TrainingCenter von Google.

Die Keynotes starten mit der Keynote von Thorsten Dirks, dem Präsidenten der Bitkom. Er erläutert anhand doch recht eindrucksvoller Zahlen den Ausbau der technischen Infrastruktur. Aber immer höhere Bandbreiten seien nicht ausreichend für den Wandel zur Gigabit-Gesellschaft. Der Schritt vom Konsumenteninternet ins industrielle Internet führt zu explodierenden Zahlen der zu vernetzenden Menschen und Dinge. Er berichtet über den Technologiestand zur Zeit des ersten IT-Gipfels. Das ist eindrücklich und ein Beleg, was in den letzten 10 Jahren im IT-Bereich geschehen ist. „Und jetzt geht es richtig los“ – so Dirks. Dirks sieht die Chance, die Lebensqualität durch die Digitalisierung zu erhöhen – wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt werden. „Digitale Teilhabe“ sei wichtiger denn je, auch vor dem Hintergrund des wachsenden Populismus. Zum ersten Mal werde Bildung der Schwerpunkt des IT-Gipfels. Die „Standesvertreter der Lehrerschaft“ habe Widerstand gezeigt zumal doch erst der Zustand der Schulen insgesamt zu verbessern sei. Aber es sei doch beides notwendig. Digitale Transformation sei keine Frage mehr des Wollens – sondern des Müssens.

Auf der digitalen Agenda stehen – neben Breitband und Bildung – noch zwei weitere Dinge: Erstens das Austarieren von Datenschutz und der vernünftigen Nutzung von Daten – und zwar zum Wohl der Nutzenden. Zweitens die Gestaltung von digitalen Ökosystemen. Dies erfordert es, auch das eigene Geschäftsmodell in Frage zu stellen. Orte, an denen sich die Partner treffen, sind die Hubs. Hier treffen große und kleine Unternehmen, Forschung und Geldgeber zusammen.

Es schließt sich – wie dann gut vorbereitet – die Vorstellung der German Hub-Initiative an. Sie werden als Zentren der digitalen Transformation verstanden. Klatten hebt dabei recht einseitig auf die Erfolge der UnternehmerTUM ab. Auf mehr geht sie leider nicht ein. Gabriel geht dort weiter. Er stellt die Bedeutung digitaler Hubs für die digitale Transformation heraus. Dabei betont er die Wichtigkeit, dass die Hubs zur Internationalisierung beitragen. Einen guten Überblick bietet der auf dem Gipfel vorgestellte Trailer zur German Hub-Initiative.

In der Keynote der Bundeskanzlerin Angela Merkel, stellt sie klar, dass im Digitalpakt des BMBF noch nicht alles geklärt ist. Sie ist aber optimistisch („Ich denke wir kommen zusammen“). Grundsätzlich sei die Zusammenarbeit von Bund und Ländern zu überdenken. Die Bundesregierung plant eine Grundgesetzänderung. Es gehe dabei Artikel 91c des Grundgesetzes („Bund und Länder können bei der Planung, der Errichtung und dem Betrieb der für ihre Aufgabenerfüllung benötigten informationstechnischen Systeme zusammenwirken“). In einigen Fällen klappe das gut. Dies führt zu der paradoxen Situation, das ein gemeinsames Datensystem für Flüchtlinge existiert, aber nicht für die Bürgerinnen und Bürger, die schon lange in Deutschland leben.

Der Wettbewerb sei rasant und Politik müsse lernen, darauf zu reagieren. Die Plattform Industrie 4.0 sei großer Erfolg, der die gute Chance biete, bei Standardisierung in diesem Feld „mit dabei zu sein“. Für das Gigabit-Zeitalter mit autonomem Fahren, Telemedizin und Industrie 4.0 brauche es einen digitalen Binnenmarkt in Europa. Nach der Leitvorstellung der sozialen Marktwirtschaft sind dabei – so die Kanzlerin – Freiheiten zu ermöglichen und Leitplanken zu setzen. Dies abzuwägen sei schwierig. Merkel plädiert für eine neue Perspektive auf Datenschutz bzw. Datensouveränität. Das bisherige Prinzip der Datensparsamkeit könne nicht alleiniger Maßstab sein.

Nach der Keynote der Kanzlerin werden Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Bellevue in Saarbrücken, einer sog. Smart School, live zugeschaltet.

Die Kanzlerin interviewt die Schülerinnen und Schüler zum Alltag in der Smart School. Sie macht das gut. Eine wichtige Rolle spielt dabei der auf Gipfel breit vorgestellte Minicomputer Calliope, den die Teilnehmenden des IT-Gipfels als giveaway erhalten.

Nach dem Mittag schließt sich das Forum II an: „Bildung für die digitale Gesellschaft – Politische Strategien entwickeln“. Das Podium startet mit einem Impulsvortrag von Johanna Wanka. Das Thema der digitalen Bildung ist nicht neu – wohl aber als Thema auf dem nationalen IT-Gipfel. Ein wichtiges Element der digitalen Bildungsoffensive des BMBF ist der digitale Bildungspakt. Dies ein „Angebot des Bundes an die Länder“. Bewusst richtet sich der Pakt an alle Schulen. Es gehe nicht nur um Hardware in Form von Laptops, sondern um Infrastruktur, d. h. Breitbandanbindung an Schulen, WLAN, Server, Schnittstellen etc. Die Ausschüttung der vorgesehenen Mittel erfolge wettbewerblich. Dabei soll es eine Einigung auf technische Standards geben. Die Länder müssen sich im Rahmen ihrer Aufgaben verpflichten, vor allem im Bereich der Lehreraus- und –weiterbildung Leistungen zu erbringen.

Der Digitalpakt ist nur ein Teil einer umfassender Bildungsinitiative. Dazu gehört auch die Klärung des Rechtsrahmens sowie die organisatorische Weiterentwicklung an Schulen. Digitale Bildung soll es ermöglichen, wichtige Ansprüche bzw. Felder der Bildung einzulösen. Ein wichtiger Anspruch sei „Chancengerechtigkeit“. Im Moment sei jedoch hier das Gegenteil der Fall. Die digitale Schere gehe eher auseinander. Ein zweiter Anspruch sei der Umgang mit regionalen Unterschieden. Die Digitalisierung ermöglicht die bessere Anbindung des ländlichen Raums, stärkt jedoch weiter die Attraktivität der städtischen Gebiete. Ein drittes Feld ist die Integration von Zuwandern.

Dann startet die Diskussion. Auf dem Podium sitzen Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Andrea Nahles (Bundesministerin für Arbeit und Soziales), Claudia Bogedan (Präsidentin der Kultusministerkonferenz 2016 und Senatorin für Kinder und Bildung in Bremen), August-Wilhelm Scheer (Scheer Group GmbH), Mathias Möreke (stellvertretender Betriebsratsvorsitzender im Werk Braunschweig, Volkswagen AG) sowie Hans Peter Wollseifer als Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

Scheer sieht die Bildungsoffensive des BMBF auf einem guten Weg. Er sieht die Notwendigkeit, dass mehr auch auf der zentralen Ebene – und damit meint er die Bundesebene – gestaltet werden. Bogedan – die Vertreterin der KMK – zeigt, dass dies durchaus geschehe. Die Kompetenzen ständen dabei im Vordergrund und werden bundesweit festgeschrieben – und zwar als Beschluss der KMK im Dezember. Über alle Fächer hinweg müssten die Kompetenzen vermittelt werden – es geht nicht um ein Pflichtfach „Informatik“. Ein Schlüssel dazu liege in der Fachdidaktik.

Wollseifer – der Vertreter des Handwerks – hebt auf die berufliche Bildung ab. Eine „pauschale Vermittlung“ der digitalen Bildung sei abzulehnen – schließlich sei das Handwerk sehr vielgestaltig. Das Handwerk mit durchschnittlichen Betriebsgrößen von fünf bis sechs Mitarbeitenden ist bei der Bewältigung der digitalen Transformation auf externe Unterstützung angewiesen. Die Technologieberatung der Kammern, die überbetrieblichen Bildungsstätten aber auch das Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ stellen – so Wollseifer – solche Hilfen dar.

Die Ministerin Nahles sieht alle Lernorte in der Pflicht – sowohl die Schule als auch die Betriebe. Demnach geht es nicht nur um Bildung der Lehrkräfte. Die Führungskultur sei – gerade in Kleinunternehmen, so Nahles – oft hierarchisch geprägt und verhindere Innovation. In eine ähnliche Richtung argumentiert der Arbeitnehmervertreter. Nach dem Betriebsratsvorsitzenden des VW Werks in Braunschweig fragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach ihren Arbeitsplätzen, der Sicherheit und der Entlohnung in der Zukunft.

Nahles stellt die Bedeutung der Berufsorientierung und der sogenannten Bildungsketten heraus. Berufsbilder seien in der Vergangenheit gut gestaltet worden, wobei die Geschwindigkeit der Aktualisierung noch erhöht werden könnte. Berufsschulen sind – so Nahles – in der Vergangenheit zu oft „stiefmütterlich behandelt“ worden. Dabei seien sie doch eine zentrale Stellgröße in der Entwicklung.

Im sich anschließenden Forum IV „Bildung für die digitale Gesellschaft – Gute Praxis gestalten“ beteiligen sich Cornelia Quennet-Thielen (Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Thorben Albrecht (Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Friedrich Hubert Esser (Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, BIBB), Markus Ochsner (Arbeitsdirektor, ABB AG), Michael Brecht (Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats, Daimler AG) sowie Dietmar Kilian (Aufsichtsratsvorsitzender der Job- und Weiterbildungsplattform Academy Cube gGmbH).

In diesem Forum geht es um eine Vielzahl von Projekten und Initiativen. Ochsner von ABB beschreibt das zusammen mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin angestoßene Projekt zur Entwicklung von Arbeit bzw. Industrie 4.0 bezogenen Zusatzqualifikationen für die Berufsfelder Metall/Elektro, Handwerk und Gesundheit/ Pflege.

Esser, der Präsident des BIBB, erläutert den Transfer guter Konzepte in die Berufsbildungspraxis. Im Rahmen einer „Road Show“ finden Veranstaltungen in allen Regionen statt. In ihnen werden die Leuchttürme vorgestellt. Dabei dürfe – so Esser – nicht die Technik in den Vordergrund gestellt werden, sondern den pädagogischen Bezug sei zu betonnen. Für den Transfer könne das Motiv der Ausbilderinnen und Ausbilder genutzt werden, die Kompetenzentwicklung der Auszubildenden und Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

Kilian wirbt für die Praktikumsplattform Join für Flüchtlinge. Sie sei als „Ersteinstieg“ für Flüchtlinge gedacht. Praktika ermöglichen Flüchtlingen sich sprachlich und beruflich weiter zu entwickeln. Die Plattform geht auf eine Privat public Partnership zurück. Zurzeit werde es vor allem von großen Unternehmen – wie SAP – genutzt, die es z. T. mit Mentorenprogrammen koppeln.

Nach der Staatssekretärin im BMBF Quennet-Thielen sind die Berufsschulen einzubinden. Berufsbilder müssen gegebenenfalls angepasst werden. Es dürfe jedoch nicht übersehen werden, dass die Berufsbilder heute so flexibel gestaltet würden, dass diese nicht immer angepasst werden müssen.

Esser betont die Rolle überfachlicher Kompetenzen. Diese seien in der Berufsbildung immer in den Kontext von Arbeitssituationen zu fördern. Digitale Meiden sollten genutzt werden, um aktuellen Anforderungen an die Berufsbildung, er führt dabei Individualisierung, Flexibilisierung, Inklusion an, besser gerecht zu werden. Diese Indienststellung der digitalen Medien gefällt mir gut.

Damit geht der Gipfel mit dem Schwerpunkt digitale Bildung für mich zu Ende. Er hat mir gute Impulse geliefert.

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