Virtueller Spielplatz in Nürnberg eröffnet, Interview mit dem Gründer

In Nürnberg ist ein Virtual-Reality-Spielplatz eröffnet worden. Wir haben mit dem Gründer des jungen Start-ups, Thomas Heinrich, gesprochen.

Stellen Sie sich vor, Sie sind gerade auf einer grünen Wiese und spielen mit einem Hund, im nächsten Moment stehen Sie auf einem Berg und genießen die tolle Aussicht. Nur wenige Minuten später finden Sie sich – in alter Star-Wars Manier – mit einem Lichtschwer ausgerüstet im Kampf gegen fliegende Angreifer… Unrealistisch? Nein! Der Virtuis VR-Spielplatz in Nürnberg ermöglicht genau diese Szenarien mit Hilfe neuerster VR-Technik. Der Blog „Berufsbildung 4.0“ traf sich mit Thomas Heinrich, Gründer des jungen Start-Ups zu einem Interview.

Drei Fragen an … Thomas Heinrich

Virtual Reality ist aktuell in aller Munde, doch was macht das Virtuis in Nürnberg so speziell?

Das Tolle bei unserem Projekt ist, dass wir es als erstes Unternehmen in Deutschland geschafft haben, einen interaktiven Spielplatz mit Hilfe von Virtual Reality zu schaffen. Im Ausland gibt es bereits ähnliche Projekte – doch Deutschland ist in Hinblick auf VR generell noch sehr konservativ. Unsere Unternehmensvision ist es, möglichst jedem Menschen zu ermöglichen, mit der virtuellen Realität in Kontakt zu treten. Unser erstes Ziel war es dabei, dass alle Interessierten aus Nürnberg und Umgebung, die Möglichkeit erhalten, dieses faszinierende Medium auszuprobieren; und betrachten wir unsere zahlreichen Besucher, dann lässt sich durchaus feststellen, dass Virtual Reality keinesfalls ein Thema ist, dass nur Jugendliche interessiert.

Für den Blog „Berufsbildung 4.0“ stellt sich bei VR natürlich die Frage, ob dieses Medium auch für das Lehren und Lernen in der beruflichen Bildung eingesetzt werden kann. Gibt es Ihrer Meinung nach mögliche Ansatzpunkte?

Absolut! Vor allem das explorative Lernen kann mit Hilfe der virtuellen Realität in Zukunft eine große und wichtige Rolle spielen. Ich denke da exemplarisch an Auszubildende aus der Touristikbranche – ihnen könnten mögliche Reisedestinationen mittels VR-Brille nähergebracht werden. In der virtuellen Realität können sie dann relevantes Wissen über Sehenswürdigkeiten und Umgebung erhalten. Weiterhin ist Virtual Reality natürlich auch für jede andere Berufsausbildung, die starken Fokus auf visuelles Lernen legt, spannend; ich denke da z. B. auch an Architektur, Medizin oder Design.  Zu beachten ist, dass die virtuelle Realität oftmals einen spielerischen Charakter mit sich bringt – es ist Aufgabe zu erforschen, ob und wie dieser in den schulischen Kontext gebracht werden kann bzw. sogar zur Förderung des Lernfortschritts eingesetzt werden kann. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos – bedürfen jedoch freilich noch einer umfangreichen Erprobungsphase, so dass den Benutzern von VR im Lernumfeld ein echter Mehrwert entsteht.

Sie sprachen am Anfang davon, dass zahlreiche Besucher das Projekt „Virtuis“ angenommen haben. Die Testphase ist bereits beendet, doch wie geht es jetzt weiter?

Richtig, eigentlich war eine vierwöchige Testphase geplant, da wir selbst nicht wussten, ob die Nürnberger Interesse an der Thematik haben. Das Feedback unserer Besucher hat uns jedoch bestärkt der Frankenmetropole treu zu bleiben; voraussichtlich im November eröffnen wir daher in zentraler Lage neu. Dort können Interessierte an unterschiedlichen Stationen aufregende Erfahrungen in der virtuellen Realität machen. Zusätzliche entwickeln wir mit unserem Entwicklerteam zurzeit auch eigene virtuelle Welten – unter Anderem verschiedene Multiplayer-Erfahrungen. Die Nürnberger können sich also auf weitere tolle Ausflüge in die virtuelle Welt freuen.

 

 

Unser studentischer Mitarbeiter vom Team des Blog Berufsbildung 4.0 möchte Virtuis für einen Einblick in die virtuelle Welt absolut empfehlen. Weitere Informationen wie die Öffnungszeiten oder die Möglichkeit der Reservierung finden Sie auf der Facebook-Seite des Start-Up: https://www.facebook.com/virtuisvr/?fref=ts. Weitere Informationen liefert auch ein Video des bayerischen Rundfunks. Das Interview führte Thorsten Wirner im Auftrag des Blogs.

[Bild: Log von Virtuis, Ausschnitt]

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